München (ots) - Die in der aktuellen Ausgabe des Magazins "Der Spiegel" vorgestellte Studie
des Mautbetreibers Ages zur Pkw-Vignette beruht nach Angaben des ADAC
auf falschen Annahmen und kommt daher zu nicht nachvollziehbaren und
unzutreffenden Ergebnissen. In der Untersuchung wird der Schluss
gezogen, dass bei einer Pkw-Vignette allein durch ausländische
Autofahrer pro Jahr 700 Millionen Euro erzielt werden könnten. Ein
solcher Betrag ist laut ADAC utopisch, da der Anteil ausländischer Pkw
an der Fahrleistung auf deutschen Autobahnen lediglich rund fünf Prozent
ausmacht. Der Club stellt klar: Die theoretisch möglichen Einnahmen nur
von Ausländern würden nicht über 225 Millionen Euro jährlich
hinausgehen, wie eine wissenschaftliche Studie der Universität Köln
zeigt.
Mit dem EU-Recht nicht vereinbar und daher falsch ist laut
ADAC auch die Behauptung, dass eine Maut - etwa durch eine steuerliche
Kompensation für inländische Autofahrer - allein von Pkw-Fahrern aus dem
Ausland erbracht werden könnte. Die EU-Kommission hat erst vor Kurzem
den belgischen Behörden
gegenüber bestätigt, dass eine Mautregelung nur dann im Einklang mit
dem EU-Recht stehe, wenn in- und ausländische Autofahrer gleich
behandelt würden. Klar ist damit auch, dass die von der CSU
zuletzt mehrfach erhobene Forderung nach Einführung einer Maut nur für
Ausländer lediglich ein durchsichtiges Wahlkampfmanöver ist.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen